Emotionale Intelligenz

emotionale Intelligenz
Schule – Emotionale Intelligenz – Soft skills

Emotionale Intelligenz kann man nicht im Klassenzimmer am Schreibtisch erlernen, sondern in einem geregelten sozialen Umfeld.
Sollte das Erlernen von sozialer Kompetenz in den Schulalltag eingebaut werden oder ist es die Aufgabe der Schule ausschließlich Lerninhalte zu vermitteln?
Ist die Schule eine Einrichtung zum „Eintrichtern“ von Information geworden, in der Schüler belohnt werden, wenn sie bestmöglich Information wiedergeben? Wird der Trainingsgrad und die Trainingstechnik des Gehirns belohnt?
Ich spreche hier ganz bewusst nicht von Intelligenz!
Ja leider sind die staatlichen Schulen größtenteils zu reinen „Auswendiglernfabriken“ geworden.
Im Zeitalter des Computers, ist das nicht sehr wertvoll. Kein menschliches Gehirn kann die Informationsmenge erfassen, die bereits auf kleinster Einheit (Stand 2014 bis zu 2 Terra Byte Datenmengen auf einem USB Stick) gespeichert werden kann und in schier unglaublicher und täglich wachsender Menge im Internet zur Verfügung steht.

Will man jedoch eine Standardisierung der Schulen innerhalb Deutschlands und damit gleiche Chancen auf einen Ausbildungs- oder Studienplatz unabhängig vom Ausbildungsort, dann müssen auch die Lehrinhalte standardisiert sein.
Was auf den ersten Blick sehr vorteilhaft wirkt, bringt aber bei näherer Betrachtung eine Reihe von elementaren Nachteilen mit sich.
Denn Schülern wird nicht beigebracht, wie sie mit dieser Informationsflut umgehen sollen. Sie lernen schlichtweg nicht das Wichtigste was nötig ist, um WIRKLICH gute Zensuren verdient zu haben: sie lernen nicht das Denken, das Verknüpfen von Informationen, das Auswerten von Informationen,  und wie das funktioniert lernt man mit Hilfe des „DerFauleStreber“
Zum erfolgreichen Leben gehört ebenfalls das Erlernen von sozialer Intelligenz.
Dies ist aber wiederum genau die Kenntnis, die Menschen mit gleichen Wissensstand, der gleichen Fähigkeit Informationen zu verknüpfen und auszuwerten voneinander unterscheidet.
Natürlich wird diese Fähigkeit jedoch von Unternehmen und ganz besonders von Führungskräften verlangt. Der Begriff „soft skills“ hat sich im Deutschen eingebürgert, gemeint sind ganz einfach soziale Kompetenz oder emotionale Intelligenz.

Je höher die emotionale Kompetenz in Kombination mit Informationsverknüpfung und eigenständige Informationsverarbeitung – schlicht denken genannt – desto höher der berufliche Erfolg.

Emotionale Intelligenz wird von einem Schul- und Universitätsabsolvent erwartet.
Wann und wo wird er darin gelehrt?
In der Schule? Nein.
Beim Computerspielen? Nein.
Beim Simsen oder Facebook posten? Nein.
Dies erlernt ein Kind und Jugendlicher in der Gemeinschaft. In der gelebten Gemeinschaft nicht in den virtuellen Räumen des Internets, der Computer und Smartphones.
Die Grundlage der sozialen Intelligenz ist die Achtsamkeit. Die Aufmerksamkeit, das Einfühlungsvermögen in die eigene Stimmung UND die der Mitmenschen.
Niemand – auch der beste Gedächtniskünstler – kann ein Team zum Erfolg führen, wenn er nicht in der Lage ist, die Stimmung in der Gruppe zu erkennen. Gelingt es der Führungskraft nicht, das Team zu überzeugen, gibt es keinen gemeinsamen Einsatz, kein Durchhaltevermögen und damit keinen Erfolg. Das ist der Grund, warum soziale Intelligenz für erfolgreiche Unternehmen, erfolgreiche Führungskräfte und erfolgreiche Menschen allgemein so wichtig ist.

Laut Wikipedia  zählen zur sozialen Kompetenz die folgenden Kenntnisse und Fähigkeiten:

In Bezug auf Zusammenarbeit:

  • Teamfähigkeit
  • Kooperation
  • Motivation
  • Konfliktfähigkeit
  • Kommunikationsfähigkeit

Führungsqualitäten:

  • Verantwortung
  • Fleiß
  • Flexibilität
  • Großmut
  • Härte
  • Konsequenz
  • Vorbildfunktion

Im Allgemeinen:

  • Emotionale Intelligenz
  • Engagement

All diesen Fähigkeiten sind nicht angeboren, sie können in einer sozialen Gemeinschaft wie der Familie, Schule, Vereinen gelernt werden.

Wer das Lernen gelernt hat mit dem Der Faule Streber, also das Denken in Zusammenhängen und die Fähigkeit eigene Schlussfolgerungen daraus zu ziehen, der hat genügend Zeit – auch während der Schulzeit – sich in sozialen Gemeinschaften einzubringen und dort mit steigender sozialer Intelligenz Führungsaufgaben z.B. als Trainer zu übernehmen.

One thought on “Emotionale Intelligenz

  1. Ich finde es auch sehr schade, dass in den Bildungseinrichtungen so wenig auf den Schüler als Mensch eingegangen wird. Fakten werden auswendig gelernt, Lernstoff wird eingetrichtert. Aber auf die tatsächlichen Schwierigkeiten im Alltag wird in der Schule nur sehr wenig bis gar nicht eingegangen. Wie kann ich mich selbst und meine Gefühle regulieren? Was kann ich mich selbst motivieren, was treibt mich voran? Wie gehe ich mit Konfliktsituationen um? Wie verhalte ich mich bei Mobbing, Ungerechtigkeit, Diskrimination? Es gibt so viele Problemstellungen, die in der Schule nicht oder nur sehr stiefmütterlich behandelt werden – die wirklich wichtigen Fähigkeiten und Kompetenzen werden in der Schule nicht vermittelt, sondern durch die Beobachtung und das Feedback des Umfeldes erlernt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.