Klagende Helikopter Eltern vor Gericht

Haben Sie auch schon von den Begriffen „Helikopter Eltern“ gehört?

Mit diesem Ausdruck werden Eltern beschrieben, die ihre Kinder wie Helikopter begleiten und überwachen bzw. kontrollieren. Dabei übertreibt die Presse gerne, ist sie doch stets auf der Suche nach neuen Themen und negative Ausdrücke für Eltern sind auch schnell gefunden.

Von besonderem Interesse sind dabei die schulischen Leistungen. Bei schlechten Zensuren die sich so negativ auswirken können, dass sie entscheidend den Lebensweg beeinflussen, werden die Lehrer vor Gericht verklagt.

In solchen Fällten ist der Leidensdruck der Eltern sehr hoch und vor der Berichterstattung sollte eine gründliche Analyse für die Ursache dafür erfolgen. Doch leider machen sich nur wenige Autoren die Mühe, die wirklichen Probleme und Ursachen dafür zu finden, warum Eltern zu „Helikopter Eltern oder „Curling-Eltern“ werden.

Wenn ein Lehrer für 30 Schulkinder zuständig ist, die über völlig unterschiedliche Vorbildung, Motivation, häusliche Unterstützung und Sprachkenntnisse verfügen, dann bleibt dem Eltern gar nichts anderes übrig, als sich selbst um das Vorankommen ihrer Kinder zu kümmern.
Welchen Sinn machen dann diese Beschimpfungen?

Tatsache ist, dass sich Eltern um die Zukunft ihrer Kinder sorgen und zu Recht davon ausgehen, dass ein guter Schulabschluss entscheidend für den beruflichen Erfolg ist, zum Eintritt in das Wunschstudienfach, zum Erlangen des Ausbildungsplatzes des Wunschberufs.

Viel Unterstützung auf den Weg dorthin gibt es von überforderten und gestressten Lehrer nicht.
Leider ist und bleibt es die Aufgabe der Eltern, das Lernen lernen zu lehren, denn die Schule hat diese wichtige Lehreinheit nie gelehrt und wird es auch nicht tun.
Aber wer gelernt hat mit vielen Informationsmengen umzugehen, die wichtigen Informationen von unwichtigen Informationen zu trennen, der wird einen erfolgreichen Weg gehen – den Helikopter Eltern sei Dank !

Helikopt Eltern und Schulsorgen
Die Schulsorgen der Eltern

2 comments on “Klagende Helikopter Eltern vor Gericht

  1. Guten Abend Frau Wiebusch, vielen Dank für Ihr Interesse an diesem Beitrag. Leider verstehe ich nicht ganz, was Sie mit Allgemeinplätze meinen. Die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft – also die Interessenvertreter der Lehrerschaft – ist der Meinung, dass Lehrer überfordert sind siehe Link https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/lehrkraefte-vor-dem-burnout/. Sie haben Recht, hier wird ein Buch verkauft, aber nicht von Helikopter Eltern und auch nicht an Helikopter Eltern (falls Sie das ausdrücken möchten) sondern an Eltern, die sich völlig zu Recht um die Belange ihrer Kinder kümmern.
    Wünschenswert ist die Situation wenn es gelingt dass „…Eltern, Lehrerinnen und Schülerinnen zusammenarbeiten.“ Leider ist es wie Sie schon schreiben wünschenswert, aber oft nicht das Spiegelbild der Realität.

  2. „Viel Unterstützung auf den Weg dorthin gibt es von überforderten und gestressten Lehrer nicht. Leider ist und bleibt es die Aufgabe der Eltern, das Lernen lernen zu lehren, denn die Schule hat diese wichtige Lehreinheit nie gelehrt und wird es auch nicht tun.“

    Dazu möchte ich schreiben: Allgemeinplätze- über überforderte und gestresste (=unfähige?) Lehrer finde ich genauso wenig angebracht, wie über „Helikopter-Eltern“. Hier soll ein Buch verkauft werden… von „Helikopter Eltern“? Wes Brot ich ess, des Lied ich sing.
    Schule, also Lernen gelingt, wenn Eltern, LehrerInnen und SchülerInnen zusammenarbeiten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.